
Bevor wir Bequia Richtung Saint Vincente verlassen, verabredet sich Niklas mit Joerg (Traumtaenzer) und Thomas (That's Life) zum Angeln in der Morgendaemmerung. Wir wollen am Abend mit allen Segelfreunden ( 8 Boote) am Strand frischen Fisch grillen. Die Erwartungen sind also hoch! Sie werden nur teilweise erfuellt. Die Maenner fangen eine praechtige Goldmakerele. Aber fuer alle reicht das leider nicht. Jeder holt also noch etwas Fleisch aus seinem Vorratsschrank, Salate werden koestlich zubereitet und wir haben einen super netten Abend. Die Kinder sammeln noch fleissig Holz und Niklas, unser Feuerexperte, brennt ein Lagerfeuer an. Waehrend die Maenner mit den Kindern am naechste Morgen frischen Lobster erobern, nutzen die Damen die Zeit fuer eine Yogastunde unter Palmen. Wir grillen am Abend an Bord und lassen es uns kulinair gut gehen.



Am 25. Februar verlassen wir wieder in Kolonne die Bucht von Port Elizabeth auf Bequia. Wir haben ja schon einige recht unruhige Segeltrips gehabt, aber dieser gehoert sicher zu einem der Heftigsten. Mit normalen Wind, Windstaerke 4, aber hohen Wellen aus allen Richtungen, ziehen wir zum ersten Mal seit langem die Schwimmwesten wieder an. Es sind nur 8 Seemeilen, aber jeder ist ueberglueklich als wir den Anker bei Blue Lagoon zu Wasser lassen. Am naechsten Tag fahren wir wieder mit einem oeffentlichem Bus nach Kingstown. Es ist jedesmal eine Ueberraschung wieviel Menschen in dieses Fahrzeug passen. Wir schaffen einen neuen Rekord, 23 Passagiere. Unglaublich aber super cool! In der Stadt angekommen, erwartet uns eine wahre Menschenmasse. An allen Ecken wird Essen auf der Strasse zubereitet, Obst und Gemuese wird verkauft und selbst Bier getrunken. (Es ist 10 Uhr morgens!) Wir verlassen die hektische Stadt schnell wieder und suchen die Ruhe auf unserer September Blue. Am Nachmittag klettern wir noch den Berg von Young Island hoch. Wir bereiten uns auf unsere Klettertour fuer den naechsten Tag vor. Fuer den 29. Februar haben wir uns naemlich eine neue Herausforderung gestellt. Wir wollen den Vulkan Soufriere hoch krackseln. 1000 Meter Hoehenunterschied muessen wir bezwingen. Der Aufstieg ist super anstrengend. Aber die Aussicht die sich uns auf der Bergspitze eroeffnet, ist einfach atembenehmend. Der Wind weht heftig hier auf dem hoechsten Punkt der Insel und die Temperatur hat stark abgenommen, aber wir nehmen uns die Zeit fuer Fotos und die Aussicht. Einige Quaelchen bleiben uns noch einige Tage erhalten, aber wir haben von diesem Tag echt genossen.

Letzte Einkaeufe werden getaetigt, bevor wir am 2.3. weiter nach Petit Byahaut segeln. Eine kleine idylische Bucht erwartet uns. Nach all den angelaufenen Buchten mit vielen Charterboten ist dies eine echte Ruheoase. Wir hoeren sogar seit langem wieder die Tiere im Wald. Doch dafuer sind wir nicht gekommen. Eine Grotte, Bat Cave, wird in allen Reisefuehrern als das ultimative Schnorchelerlebnis beschrieben. Einen dunklen, schmalen Gang mit Stroemung durchschwimmen ist nichts fuer die Damen. Sie bleiben lieber am Strand. Aber Elmar und Niklas wollen es wagen. Und sie werden mit einem echten Naturphaenomaen belohnt. Schaut euch die Fotos und Videos an und ihr werdet begeistert sein. Niklas zieht sich in seinem Uebermut noch einige dicke Kratzern zu, aber der Schmerz laesst schnell beim Anblick dieser Naturschoenheit nach.


Am 3.3. geht's auf zur naechsten Insel, Saint Lucia. Herrliches Segelwetter fuer die kommenden 43 Seemeilen. Es ist ein wahrer Genuss, mal unter normalen Umstaenden zu segeln. Der Kapitaen wuerde es gerne anders sehen. :-) Ihm kann der Wind nicht hart genug um die Ohren wehen, aber der Rest der Mannschaft sitzt bei Windstaerke 3-4 ganz entspannt am Deck. Wir laufen eine besonders schoene Bucht auf Saint Lucia an, Anse de Pitons. Die beiden Berge erstrecken sich in voller Pracht. Nur leider wird die Idylle zerstoert mit Boatboys die weit nach draussen kommen, um uns ihre Moorings anzubieten. In dieser Bucht muessen wir eine Mooring nehmen (54 $ EC). Es ist ein Naturgebiet und ankern ist nicht erlaubt. Wir verlassen nach einer Nacht die Bucht wieder und suchen den naechsten Ankerplatz auf. In Soufriere werden wir beim Einlaufen wieder von einigen unersaettlichen Boatboys verfolgt. Der Kapitaen ist sichtlich genervt. Elmar will ankern und nicht an einer Mooring haengen. Wir finden einen geeigneten Platz und sind bei naeherer Betrachtung die Einzigen die hier vor Anker liegen. Aber der Stress noch nicht vorbei. Jeder erzaehlt etwas anderes. Die Einheimischen probieren vor den Marine Rangers bei den Booten die Gebuehr abzukassieren. Das schiesst hier an Bord vollkommen in die falsche Kehle. Niemandem wird mehr vertraut und als der Ranger dann auch noch zu uns kommt und Geld haben will, schlaegt die Stimmung total um. Wir sollen fuer unseren Ankerplatz und die Nutzung des Naturreservates bezahlen, wieder 54 $ EC pro Nacht. Daher beschliessen wir nicht zu lange hier zu liegen. Die Bucht liegt aber recht guenstig zu einigen Sehenswuerdigkeiten. Und so besuchen wir an einen Nachmittag den Botanical Garden und den Diamond Wasserfall. Es ist ein recht touristischer Ort (mit europaeischen Eintrittspreisen)und die Wasserbecken mit Mineralien aus den Bergen laden uns hier nicht zum Baden ein. Wir wollen uns jedoch noch einer Verjuengungskur unterziehen und die heilenden Stoffe auf unserer Haut fuehlen. Also wandern wir zu den Piton Wasserfaellen. Ein kleiner Weg durch den Regenwald laesst uns vermuten, dass wir hier noch einen urspruenglichen Wasserfall und Wasserbecken mit wenig Touristen finden werden. Es ist herrlich in dem erwaermten Wasser aus dem Vulkan zu schwimmen und daher bleiben wir, bis unsere Haut verschrumpelt ist.

Am 7.3. verlassen wir recht frueh Soufriere und fahren auf dem Motor bis Anse La Raye. Ein Angelwettkampf zwischen Niklas und Elmar ist im vollen Gange. Die selbst gebastelte Ausruestung wird schnell ueber Bord geschmissen. Kurz vor unserem Ziel zappelt ein Fisch an einer der Leinen. Ein schoener Baracuda hat sich an Elmar seinem Haken festgebissen. 1:0 also fuer Kapitaen und fuer alle ein koestliches Abendessen. (Fuer diejenigen die jetzt denken, dass man Baracuda nicht essen kann...bis Martinique kann dieser Fisch noch gegessen werden. Danach frisst er zuviel Korallfische und kann es fuer den Menschen gefaehrlich werden.) Wir grillen mit der Mannschaft von Traumtaenzer an Bord. Doch irgendwann kommt Unruhe auf. Wir liegen mit unserem Boot relativ nah am Felsen und die Wellen schlagen ueber das davor liegende Riff. Nicht nur die Ansicht der weissen Gischt, sondern auch die dazugehoerigen Geraeusche wirken sehr beunruhigend. Am Nachmittag hatten wir noch ein glattes Meer und auf einmal schlagen uns die Wellen ohne Wind um die Ohren. Das Boot rollt wie verrueckt. Als die Fischer uns auch noch warnen, dass der Ozean fuer eine besonders unruhige Nacht sorgen wird, ziehen wir den Anker in aller Eile hoch und verlassen die Bucht Richtung Norden. Draussen ist von den Wellen ueberhaupt nichts zu spueren. Uns hat die Natur hier wieder einmal vollkommen ueberrascht. Gegen Mitternacht lassen wir den Anker in Castries zu Wasser und koennen bei spiegelglatter See wunderbar schlafen. Am 8.3. segeln wir noch einmal 5 Meilen nach Rodney Bay. Nach Monaten die Naechte auf dem Ozean verbracht zu haben, liegen wir hier mal ganz entspannt im Hafen. Was fuer eine Wohltat! Wir werden die naechsten Tage in aller Ruhe hier verbringen und dann unsere naechste Insel ins Visier nehmen, Martinique.
Bequia/Saint Vincente/Saint Lucia

Voordat we Bequia in de richting van Saint Vincente verlaten, gaat Niklas samen met Joerg (Traumtaenzer) en Thomas (Thats's Life) in de vroege ochtend vissen op zee. We willen met 8 boten 's avonds nog op het strand bbq-en. De verwachtingen op verse vis zijn hoog! Ze worden alleen deels waar gemaakt. De mannen komen met een prachtige Mahi Mahi terug. Alleen zal dat niet voldoende zijn voor allemaal. Iedereen haalt dus nog wat vlees uit zijn voorraad, heerlijke salade worden klaar gemaakt en wij genieten van een super relaxte avond. De kinderen verzamelen hout en Niklas, onze vuurexpert, steekt een kampvuur aan. De volgende ochtend bemachtigen de mannen 3 verse lobster bij de "fishery" en genieten de dames van een yogales onder de palmen. Wij barbequen deze keer aan boord en laten het ons culinair goed gaan.

Op 25 februari verlaten we weer in colone de baai van Port Elizabeth op Bequia. Wij hebben al wat minder prettige zeiltochten achter de rug en deze hoort zeker tot een van de heftigste. Niet veel wind, windkracht 4, maar hoge golven van alle kanten. September Blue krijgt 2 brekers over de boeg te verwerken. Voor het eerst sinds lange tijd trekken we weer onze zwemvesten aan. Het zijn maar 8 zeemijlen maar iedereen is blij als we Blue Lagoon op Saint Vincente bereiken. De volgende ochtend gaan we met openbaar vervoer naar Kingstown. Het is elke keer weer een verrassing hoeveel mensen in een klein busje passen. Wij pakken een nieuw record...23 passagieren. Ongeloofelijk maar wel erg leuk. In de stad aangekomen worden we meteen opgezogen in een massa van mensen. Op elke hoek van de straat wordt eten gemaakt, fruit en groenten verkocht en al bier gedronken. (Het is pas 10 uur 's ochtends.) We verlaten de hectische stad vrij snel weer en zoeken de rust op de September Blue. In de middag klimmen we nog de berg op Young Island op. We bereiden ons alvast voor op ons klimpartijtje de volgende dag. Voor 29 februari hebben we ons een nieuwe uitdaging gesteld. Wij willen de vulkaan Soufriere omhoog. 1000m hoogteverschil staan ons te wachten. De beklimming is vermoeiend maar het uitzicht bij de top is gewoon adembenemend. De wind waait hard hier boven en de temperatuur is sterk afgevallen, maar we nemen de tijd voor foto's en genieten van het prachtige uitzicht. Sommige kleine pijntjes blijven nog een paar dagen, maar we hebben ontzettend genoten van dit uitstapje.

Laatste inkopen worden gedaan voordat we op 2 maart doorgaan naar Petit Byahaut. Een idyllische plek verwacht ons. Na al de baaien die wij hebben bezocht, is dit een fijne plek voor rust. Wij horen zelfs weer een keertje de dieren in het bos. Maar wij zijn hier niet gekomen voor de rust. Een grot, Bat Cave, wordt in verschillenden gidsen aanbevolen als de ultieme snorkelbelevenis. Een donker smal gangetje door te zwemmen is niets voor de dames. Zij blijven liever op het strand. Maar Elmar en Niklas willen het wagen. En ze worden met een echt natuurphenomeen beloond. Kijk naar de foto's en video's en jullie zullen berijpen hoe bijzonder deze grot is. Niklas is een beetje overmoedig en haalt zich wat flinke schrammen op de rotsen maar de pijn trekt snel weg bij het uitzicht op deze natuurschoonheid.


Op 3 maart vertrekken we naar het volgende eiland, Saint Lucia. Prachtig zeilweer voor de komende 43 zeemijlen. Het zijn eindelijk een keertje normale omstandigheden met windkracht 2-3 en later 4. Alleen de kapitein zou het graag anders willen zien. Hem kan de wind niet hard genoeg om de oren waaien. Maar de rest van de bemanning zit lekker relaxt aan dek. We varen een bijzonder mooie baai aan op Saint Lucia, Anse de Pitons. De twee bergen laten hun volle pracht zien. Alleen wordt dit prachtige moment een beetje verstoord door naderende boatboys die ver naar buiten komen om ons hun moorings aan te bieden. In deze baai moeten we een mooring pakken (54 $EC), omdat het een natuurreservaat is, is ankeren niet toegestaan. Wij verlaten de baai na een nachtje al weer en zoeken naar een geschikte ankerplek. In Soufriere worden we weer van de boatboys achtervolgd. De kapitein wordt er een beetje gek van. Elmar will ankeren en niet aan een onbetrouwbare mooring hangen. Wij vinden een geschikte plek en zien bij naderer inzien dat wij de enigen zijn die op anker liggen. Maar de stress is hiermee niet afgelopen. Iedereen vertelt hier iets anders. De locals proberen het geld voor de mooring te incasseren dat voor de Marine Rangers bedoeld is. Deze manier schiet hier echter volledig in het verkeerde keelgat. Niemand wordt meer vertrouwd en als de ranger ook nog naar ons toe komt en geld wil, terwijl we op anker liggen, slaat de stemming volledig om. Wij moeten voor het ankeren en het gebruik van het natuurgebied betalen, weer 54 $EC per nacht. Het wordt steeds gekker en zo beslissen we niet heel lang hier te blijven. Maar de plaats ligt gewoon erg gunstig voor verschillende bezienswaardigheden. En zo gaan we een kleine wandeling maken naar de Botanical Garden en de Diamond Waterfall. Het is een toeristische plek (met europese entreeprijzen) en het zwembad met mineralien uit de bergen nodigt niet echt uit om er in te baden. Om toch een keertje van de helende bronnen te genieten, wandelen we naar de Piton Waterfall. Een klein weggetje door het regenwoud laat al vermoeden dat hier niet veel toeristen komen. Het is heerlijk om in het warme water van de vulkaan te zwemmen en wij blijven er in zitten todat we Oma vingers hebben (Lupita haar taalgebruik :-))

Op 7 maart verlaten we op tijd Soufriere en varen op de motor naar Anse La Raye. Een viswedstrijd tussen Niklas en Elmar is op gang gekomen. De zelf bij elkaar geknutselde vislijnen gaan snel over boord. Net voordat we ons doel bereiken, trilt een lijn. Een prachtige baracuda heeft zich vastgebeten aan Elmar zijn haak. 1:0 voor de kapitein en voor iedereen een heerlijk avondeten. (Ter info...Baracuda kan tot Martinique nog gegeten worden. Pas daarna richting noorden eten ze te veel koraalvissen en wordt het gevaarlijk voor de mens). Wij bbq-en met Traumtaenzer aan boord. Op eens wordt het onrustig. Wij liggen met de boot relatief dicht bij de kant en de golven slaan over het naast ons liggende rif. Niet alleen de witte koppen, maar ook de geluiden van de brekenden golven zijn beangstigend. In de middag hadden we nog een gladde zee en nu laten de golven zonder wind de boot echter aardig heen een weer rollen. Als de vissers ons ook nog komen waarschuwen dat de oceaan voor een onrustige nacht zal zorgen, trekken we het anker omhoog en verlaten de baai vrij snel richting noorden. Buiten zijn helemaal geen golven. De natuur heeft ons weer een keertje volkomen verrast. Rond middernacht laten we het anker in Castries te water en kunnen we heerlijk rustig slapen. Op 8 maart gaan we meteen door naar Rodney Bay. Na al de nachten op anker verbracht te hebben, gunnen we ons een plek in de haven. Wat een fijn gevoel. Iedereen geniet er van en de volgende dagen gaan we rustig ons gangetje met ons volgende doel voor ogen, Martinique.